Märchendichter Christian Peitz erzählt moderne Märchen für Kinder und Erwachsene von heute



Märchen aus Lugabugien

Lugabugien ist ein Land, dessen genaue Verortung bis heute nicht möglich ist. Es sind hierzu sehr unterschiedliche Theorien im Umlauf. Lugabugien sei ein verschollenes Reich, es sei überall und nirgends oder auch eine in Vergessenheit geratene Bezeichnung für das Gebiet zwischen Hessen und Dänemark. Ähnliche Vermutungen werden über das Nachbarreich (Lagubagien, Anm. d. Verf.) angestellt.

Bekannt geworden ist Lugabugien vor allem wegen seiner Regierungsform. Es seien, das berichten Reisende, parallel diverse Monarchien gleichzeitig eingerichtet worden. Wirk-licher Herrscher aber sei ein Präsident, der jedoch niemandem persönlich bekannt ist. Es gibt Spekulationen darüber, dass er entweder unsichtbar oder aber ein Geisterwesen sein könnte. Das würde auch seine lange Amtszeit von bis-lang über 500 Jahren erklären. Er regiert, wird weiter berichtet, in einer speziellen Form der Demokratie, indem er die unwissend machtlosen Könige, aber auch das Volk belauscht und daraus eine für alle gerechte Volksmeinung ableitet. Aus dieser heraus werden von ihm Verordnungen und Gesetze erlassen, die er allerdings den Königen unterjubelt, damit sie glauben, es handle sich um ihre Ideen.

Es gibt viele Märchen und Sagen aus Lugabugien, die von Reisenden mittlerweile auch in anderen Ländern erzählt werden. Die meisten Geschichten handeln von Prinzen, was kein großes Wunder ist, denn in Lugabugien gibt es mehr Prinzen als Bauern.

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